QRV mit dem Raspberry Pi

Als IT-Fritz habe ich mir schon vor längerem einen Raspberry Pi geholt. Nachdem ich diesen dann etwas durchprobiert hatte, landete er im Lab und verstaubte fortan. Als ich schliesslich im Mai zum ersten Mal auf 630m QRV ging, habe ich das erste Mal mit WSPR experimentiert. Nun verfügt der Raspi über ein schnelles PWM-Modul, das sich wunderbar für Afu-Zwecke 'missbrauchen' lässt. Das einzig Notwendige ist die Software, die sich hier finden lässt und verständlicherweise ein LPF, da das Rechtecksignal des Raspi so nicht antennenkompatibel ist. Zwar sind bei der Software auch Pläne zu LPF mit dabei, ich habe diese aber selbst berechnet und zunächst für 30m ein 5-poliges Tschebytscheff-LPF mit 0.1dB Ripple gebaut. Beim Durchmessen wurde im Bereich der 2. Harmonischen gerade eine Dämpfung von 40dB erreicht, dieses allerdings knapp. Trotzdem habe ich dieses Filter so in Betrieb genommen. Und zunächst passierte gar nichts. Um 7:32 UTC wurde ich schliesslich von SM6WZI empfangen, immerhin ein Skip vom 1200km, mit etwa 10mW am Senderausgang. Einen Abend später hab ich ein 7-poliges Filter für 40m angefertigt - beide Filter übrigens wie gehabt in Lötinseltechnik. Das 40m LPF erreicht bei der 2. Harmonischen schon eine Dämpfung von 52dB - ich denke, der Nachbarbänder wegen lohnt der Aufwand für ein 7-poliges Filter. Auf 40m war die Zweiteilung Tag/Nacht interessant zu verfolgen: wie anzunehmen, war die Tagesdämpfung ziemlich ausgeprägt und es wurden Reichweiten von lediglich 150-250km erreicht, des Abends und bei Nacht aber ohne Probleme bis zu 1500km. Übrigens möchte ich bei dieser Gelegenheit kurz auf www.changpuak.ch aufmerksam machen. Wann ich immer auf die Schnelle, ohne Taschenrechner bei Hand ein Filter oder ein Ringkern-L berechnen möchte, schaue ich auf dieser Site vorbei. Vielen Dank an den Author auf diesem Weg! Zurück zu WSPR mit dem Raspi: Leider fehlt noch ein wirklicher DX-Empfangsreport. Bei nächster Gelegenheit werde ich ein Filter für 20m anfertigen